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Gesangvereins Rückersdorf 1862 e.V.

Streifzug durch die 150-jährige Geschichte des Gesangvereins 1862 Rückersdorf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als der Gesangverein Rückersdorf im Jahr 2012,  sein 150-jähriges Bestehen feiert, konnten wir mit Stolz behaupten, der älteste Verein von Rückersdorf zu sein.

 

Wir möchten nicht versäumen einen kleinen Streifzug in diese für den Verein so erlebnisreiche Zeitspanne zu geben.

 

"Singe, wem Gesang gegeben", mit diesem Motto fanden sich im Januar 1862 dreizehn sangesfreudige Bürger (Foto oben) zur Gründerversammlung im heutigen Gasthaus "Weißer Schwan" ein.

 

Im Jahre 1875 fand auf dem schönen Zimmerplatz, heutige Bäckerwiese, die erste Fahnenweihe statt.

 

Von 1886 bis 1891 ruhte der Verein und 1892 wurden die Chorproben wieder aufgenommen.

 

Bis 1899 war der Verein teilweise ohne Dirigenten.

 

Durch unsachgemäße Lagerung der Fahne wurde diese schwer beschädigt und musste durch eine Neuanschaffung für den damaligen hohen Preis von 700,69 Mark im Jahre 1904 ersetzt werden. Jedes Mitglied leistete einen Sonderbeitrag von 2,00 Mark, da die Vereinskasse ziemliche Ebbe zeigte. Die organisierte Fahnenweihe brachte nicht den erhofften Erfolg, weil es in Strömen regnete. Das Fest wurde mit einem Defizit von 133,10 Mark abgeschlossen.

 

Die Aufnahmegebühr von 2,00 Mark, im Jahre 1904 festgelegt, musste 1911 auf eine Mark gesenkt werden. Zudem war eine Neuanschaffung eines Klaviers notwendig. Zu dessen Bezahlung wurde an jedes Mitglied ein Anteilsschein ausgegeben, um den Betrag von 110,00 Mark bezahlen zu können.

 

Sein 50-jähriges Bestehen feierte der Verein am 14. Juli 1912. Um nicht wieder mit einem Minus, wie bei der Fahnenweihe abzuschließen, wurde von jedem Mitglied ein Festbeitrag von 2,00 Mark erhoben.

 

 

1913 gaben die Sänger ein Konzert zum Besten. Männergesangvereine aus der Umgebung waren Gäste.

 

 

1914 bis 1918, in den Kriegsjahren, ruhte der Verein und wurde am 22. Februar 1919 wieder aktiviert.

 

 

Der Beitrag konnte 1920 dank steigender Preise auf eine Mark im Vierteljahr erhöht werden.

 

Die ganzen Jahre des aktiven Vereinslebens wurden Faschingsbälle, Sängertage und Fahnenweihen besucht. Die Weihnachtsfeier rundete das Sängerjahr ab.

 

 

In Rückersdorf wurde am 21. Mai 1922 das Gaugruppen-Sängerfest abgehalten. Gleichzeitig feierte der Verein sein 60-jähriges Bestehen.

 

Zu Beginn der Inflation im Jahre 1922 erhöhten sich die Aufnahmegebühr auf 25,00 Mark und der Jahresbeitrag auf 60,00 Mark. Während dieser Zeit wurde der Beitrag jedes viertel Jahr neu festgelegt Auf dem Höhepunkt der Inflation betrug der Monatsbeitrag 3.000.000,00 Mark. Der Kassenbestand wies 1924 38.160.117.542.480,08 Mark auf. Davon träumen heute die Vereine. Nach dem Ende der Inflation wurde der Monatsbeitrag auf 0,20 Mark neu festgelegt.

 

Da das Biertrinken und Rauchen während der Singstunden überhand nahm, wurden laut Protokoll vom 10. Januar 1931 diese Laster ab sofort verboten. Die Sänger konnten sich nur schwer daran gewöhnen.

 

In kleinem Rahmen wurde 1932 das 70-jährige Bestehen gefeiert.

 

1934 beschloss man, dem 1898 gegründeten Arbeitergesangverein Liederzweig, der sich nach der Machtübernahme auflöste und von den Nationalsozialisten verboten war, mit dem Männergesangverein zu verschmelzen. Alle Rechte und Ehren wurden beiden Vereinen zugesagt.

 

 

97 Mitglieder wurden 1937 verzeichnet und diese bestritten das 75-jährige Bestehen mit Platzsingen, einem Konzert und einem Festball.

 

Dann folgten die schweren Kriegsjahre 1939 bis 1942, in denen weder Proben noch Sitzungen stattfanden. Nur Weihnachtssingen und Ständchen hielt man aufrecht. In den darauf folgenden Jahren kam das Vereinsleben ganz zum Stillstand.

 

 

Nach Beendigung des Krieges fand im Mai 1946 eine Gründerversammlung im Gasthaus "Weißer Schwan" statt. Es fanden sich 27 sangesfreudige Männer ein. Hierzu wurde im Protokoll vermerkt: Der Krieg ist zu Ende, mit ihm aber auch das ganze Staatsgefüge, die kulturellen Einrichtungen und Vereine dahin. Die Militärregierung der Besatzung gestattete nach einem Jahr die Gründung von Vereinen. Dazu war vorgeschrieben, vier Fragebögen von politisch einwandfreien Personen bei der Militärregierung vorzulegen. Kurze Zeit nach dem Gründerball, in der darauffolgenden Singstunde, wurde der Vorschlag gemacht, aus dem Männergesangverein einen gemischten Chor zu machen. So wurde im September 1946 die erste "gemischte" Probe abgehalten und im November bereits das erste Konzert.

 

Die Mitgliederzahl im Jahre 1947 wurde mit 126 Männern und 34 Frauen verzeichnet.

 

 

1952 fand sich eine Schar von ca. 1200 Sänger und Sängerinnen zusammen um miteinander das 90-jährige Jubiläum zu feiern. Im selben Jahr nahm der Chor am Kreissängerfest in Sulzbach-Rosenberg teil und vier Jahre später im August 1956 am Bundessängerfest in Stuttgart.

 

Der 16. Januar 1960 war ein besonderer Tag. An diesem Tag wurde ein Kinderchor mit 30 kleinen Sängern und Sängerinnen gegründet. Der erste Auftritt war dann schon im Mai 1960 am Tag des Liedes. Weihnachten 1960 führte der Kinderchor ein Märchen auf.

 

Im Mai 1961 begrüßte der Verein den Gundelfinger Gesangverein. Gemeinsam wurde ein Bunter Abend gestaltet, der das Können beider Chöre voll zum Ausdruck brachte. Im Sommer fuhr der Chor nach Kastelruth und genoß 4 Tage in der schönend Gegend.

 

Im Herbst 1961 stattete der Chor mit dem Esche-Chor zusammen dem Gesangverein 1855 Gundelfingen einen Gegenbesuch ab.

 

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums wurde dem Chor am 27. Mai 1962 die Zelter-Plakette verliehen. Dieses Jubiläum dauerte mehrere Tage und wurde unter anderem mit einem Festzug, Serenaden, einem Konzert und einem Gottesdienst und zahlreichen Gästen gefeiert.

 

Da die Serenade zum 100-Jährigen ein so großer Erfolg war, wurde sie 1963 im August nochmals aufgeführt.

 

1963 fand in Lauf und Röthenbach das Kreissängerfest statt, ein sehr gut besuchtes Konzert rundete die Sängertage ab.

 

Der Chor veranstaltete 1965 einen Liederabend, zu dem die ganze Prominenz des ehemaligen Landkreises Lauf eingeladen war.

 

Unter längerem Hin- und Her, mal mit Chorporben, mal ohne, kam der Kinderchor 1977 wieder auf die Füße. Da die Weihnachtsfeier mit Orffscher Musikbegleitung den Kinderchor bereicherte, wurde schon im Jahr drauf ein Konzert gegeben werden.

 

An der Jahreshauptversammlung 1979 wurde von einigen Mitgliedern der Antrag gestellt, den Namen "Männergesangverein" in "Gesangverein" umzubenennen, da mittlerweile die Frauen überhand nahmen, nach dem Motto "Frauen kommen langsam, aber gewaltig". Diesem Antrag wurde stattgegeben und seit dieser Jahreshauptversammlung heißt der Chor "Gesangverein 1862 Rückersdorf".

 

Die Anzahl der Kinder und Jugendlichen wuchs enorm, so dass daraus zwei Gruppen entstanden, Kinder- und Jugendchor.

 

1981 kam erstmals eine Frau ins Amt als 2. Vorstand.

 

Im April 1984 hielt der Chor mit seinem Patenverein "Frohsinn" Röthenbach ein gemeinsames Konzert ab und weil der Erfolg beachtlich war, wurde es gleich zweimal, in Rückersdorf und Röthenbach, aufgeführt.

 

Ein Höhepunkt der Gemeinde war die 750 Jahrfeier 1984. Mit einem blumengeschmückten Wagen nahm der Gesangverein am Festzug teil. Mit festlichen Chören umrahmte der Chor den feierlichen Teil dieser Feier im Festzelt.

 

1985 wählte man die Vorstandschaft gleich für drei Jahre, da die 125 Jahrfeier anstand.

 

Im Oktober des gleichen Jahres verzeichnete der Chor einen großen Erfolg mit "Eine musikalische Illustrierte" in der Waldschule. Dieser Abend basierte nicht auf reiner Konzertebene, sondern wurde mit Evergreens und Theatereinlagen aufgelockert, dieser Stil kam beim Publikum besonders gut an.

 

Ein ebenso großer Erfolg wurde die Sängerfahrt im Juni 1986, die den Chor in die Partnergemeinde Sarntal nach Reinswald führte. Den Höhepunkt dieser Reise bildeten je ein Konzert in der Kirche zu Reinswald und Sarnthein. Durch dieses Singen wurden die partnerschaftlichen Bande weiter vertieft.

 

1986 wurde einheitliche Chorkleidung angeschafft.

 

 

Und 1987 fand das 125 Jährige Jubiläum statt.

 

 

Die gesellschaftlichen Aktivitäten hatten beim Chor einen hohen Stellenwert. Die Chorarbeit kam deswegen aber nicht zu kurz.

 

Dieser kurze Streifzug durch die lange Geschichte des Vereins spiegelt wieder, dass es immer schon Menschen gab, die trotz aller Schwierigkeiten und Wirrnisse der bewegten Zeit, sich in den Dienst der Musik und Muse zu stellen.

 

 

Möge es in Zukunft auch so sein, frei nach dem Spruch von Wilhelm Busch:

 

"Jahre steigen auf und nieder, aber wenn der Lenz erblüht, dann, ihr Schwestern und Brüder, ertöne Euer Jubellied."

 

Die weiteren 25 Jahre gestalteten sich mit 4-Tages-Fahrten, Ausflügen, vielen gesellschsaftlichen Vergnügungen und erfolgreichen Konzerten. Hier mit Jahreszahlen erwähnt. Ergänzend dazu sind Fotographien im Fotoalbum zu finden.

 

1988 Sängerfahrt mit Gipfelkreuzaufstellung

 

 

1989 Konzert "Im Krug zum grünen Kranze"

 

1991 Konzertreise nach Weimar

 

1992 Schwarzwaldfahrt

 

1993 Frühjahrswanderung nach Haimendorf

 

1994 Fahrt nach Melkendorf mit Sichtung der Bücher

 

1995 3-Tages-Fahrt ins Montafon

 

1996 Konzert "Schlager, Hits und Oldies"

 

        Wanderung in Steinach Thüringen

 

2005 Fahrt zum Achensee

 

2007 Konzert "Ein Hoch auf den Frühling"

 

2008 Konzert "Swing mit den Jahreszeiten"

 

 

 

 

und zur Zeit laufen die Vorbereitungen für das 150-Jährige Vereinsbestehen auf Hochtouren. Die Proben sind ganz im Zeichen des bevorstehenden Ereignisses.

 

 

Unter dem Motto "Singen macht Spaß - Singen macht Mut", deine Stimme ist ein Instrument, bereitet sich der Chor auf Konzert, Festabend und diverse geplante Veranstaltungen vor.

 

Vielleicht sehen wir Sie, oder Sie oder Dich in einer der Veranstaltungen oder dürfen Sie sogar an einem Probenabend begrüßen.

 

Wir freuen uns auf 2016. Begleiten Sie uns?